Traktoren haben eine ganz besondere Magie für Kinder: Sie verbinden Kraft, Freundlichkeit und Abenteuer auf dem Feld. Viele Eltern suchen nach „Traktor Kurzgeschichten“ oder „Traktoren Nachtgeschichten“, um ihrem Kind vor dem Einschlafen eine ruhige, fantasievolle Geschichte mit einem liebenswerten Fahrzeughelden zu schenken. Genau hier setzt unsere Seite an.
Auf unserer Seite findest du eine liebevoll zusammengestellte Sammlung von kurzen Traktor-Geschichten, die perfekt zum Vorlesen sind – ob als Gute-Nacht-Ritual oder für einen ruhigen Moment zwischendurch. Jede Geschichte ist leicht verständlich, kindgerecht gestaltet und bringt den kleinen Lesern die Welt der Traktoren näher: auf dem Bauernhof, bei spannenden Erlebnissen auf dem Feld oder auf gemütlichen Landwegen.
Zusätzlich zu den Geschichten wollen wir dir als Eltern Inspiration geben, wie du das Traktor-Thema kreativ und pädagogisch sinnvoll einsetzen kannst. Du bekommst Ideen für eigene Geschichten, Hinweise zur Lesedauer, sowie Tipps, wie Traktor-Geschichten die Bindung zwischen dir und deinem Kind stärken können.
Egal ob dein Kind ein großer Traktoren-Fan ist oder du einfach nach sanften Einschlafgeschichten suchst – unsere Seite hilft dir dabei, die richtigen Traktor-Kurzgeschichten zu finden. Lass dich von Geschichten mit humorvollen Traktor-Charakteren, kleinen Alltagsabenteuern und beruhigenden Bildern inspirieren, die den Schlaf deines Kindes liebevoll begleiten.
1. Tommy, der Traktor und die Heuhelden

Auf dem kleinen Bauernhof „Sonnenwiese“ 🌻 lebte Tommy, der Traktor. Tommy war freundlich, mutig – und sehr neugierig! Eines Morgens rief Berta, die Ballenpresse:
„Tommy! Wir müssen heute ganz viel Heu pressen. Hilfst du mir?“
Tommy brummte laut vor Freude:
„Natürlich, Berta! Lass uns loslegen!“ 🚜💨
Die beiden tuckerten zum Feld, wo das hohe Gras schon gemäht war. Berta begann das Heu zu pressen, aber oh nein! – ein Ballen rollte weg!
„Hilfe! Mein Ballen rollt den Hügel runter!“ rief Berta erschrocken.
Doch zum Glück kam Lilly, die kleine Ladewagen-Dame vorbei.
„Ich fang ihn! Ich fang ihn!“ rief sie, so schnell sie konnte. 🐎
Mit einem fluff stoppte Lilly den Heuballen.
„Gerettet!“ rief Tommy und lachte. 😄
Am Ende des Tages war das ganze Feld voller Heuballen. Die Sonne ging unter, und die Freunde blickten zufrieden über ihre Arbeit. 🌅
„Was für ein Tag! Wir sind ein super Team!“, sagte Berta.
Und so endete ein weiterer wunderschöner Tag auf dem Bauernhof Sonnenwiese – mit Heu, Helden und Herz. ❤️🚜
2. Mia, die Milch-Tankerin rettet den Tag!

Mia, die Milch-Tankerin 🥛 war das freundlichste Fahrzeug auf dem ganzen Hof. Jeden Morgen holte sie Milch von den Kühen und brachte sie zur Molkerei.
Eines Tages war der Weg zur Molkerei voller großer, schlammiger Pfützen! 🌧️
„Oh nein! Wenn ich da durchfahre, spritzt die Milch über!“, jammerte Mia.
Zum Glück kam Karl, der kräftige Frontlader vorbei.
„Ich kann helfen! Ich schiebe den Schlamm zur Seite!“
Mit seiner großen Schaufel schob Karl den Matsch beiseite. Mia konnte jetzt fahren, aber vorsichtig! 🛣️
Doch plötzlich: Ein kleines Kätzchen saß mitten auf dem Weg! 🐱
„Miau!“ rief es kläglich.
Mia bremste und hupte sanft:
„Keine Sorge, kleines Kätzchen. Ich helfe dir!“
Sie rief Anna, das ATV, die flink das Kätzchen abholte und zum Stall brachte.
„Puh, gerettet!“, sagte Anna fröhlich.
Mia kam pünktlich an der Molkerei an, die Milch war sicher – und alle waren stolz.
„Was für ein Abenteuer – aber mit Freunden geht alles leichter!“, sagte Mia

3. Benno, der freundliche Baustellen-LKW
Benno war ein großer, gelber Baustellen-LKW. Jeden Morgen stand er früh auf, noch bevor die Sonne richtig wach war. Auf der Baustelle gab es viel zu tun, und Benno liebte seine Arbeit. Sein Motor brummte zufrieden, wenn er langsam über den sandigen Boden fuhr.
Benno transportierte Steine, Holz und manchmal sogar schwere Rohre. Doch obwohl er groß und stark war, hatte Benno ein sehr freundliches Herz. Er winkte den kleinen Baggern zu, hupte freundlich den Kran an und passte besonders gut auf die kleinen Fahrzeuge auf, die neu auf der Baustelle waren.
Eines Tages kam ein kleiner roter Kipplaster neu dazu. Er war sehr nervös. Seine Räder zitterten, und er traute sich kaum, eine Ladung Sand aufzunehmen. „Was, wenn ich etwas falsch mache?“, flüsterte er.
Benno bemerkte das sofort. Langsam fuhr er zu dem kleinen Kipplaster und sagte mit ruhiger Stimme: „Keine Sorge. Jeder fängt einmal klein an. Ich zeige dir, wie es geht.“
Gemeinsam fuhren sie zur Sandgrube. Benno erklärte Schritt für Schritt, wie man anhält, wartet und den Sand sicher auflädt. Der kleine Kipplaster hörte aufmerksam zu. Schon nach kurzer Zeit fühlte er sich mutiger.
Plötzlich begann es zu regnen. Die Baustelle wurde rutschig, und einige Fahrzeuge hatten Angst. Doch Benno blieb ruhig. Er stellte sich so hin, dass die kleineren LKWs Schutz hatten, und sagte: „Wir schaffen das zusammen.“
Als der Regen aufhörte, schien die Sonne heller als zuvor. Die Baustelle war sicher, und alle Fahrzeuge waren stolz. Der kleine Kipplaster lächelte. „Danke, Benno“, sagte er. „Ohne dich hätte ich das nicht geschafft.“
Benno lächelte zurück. Er wusste: Stark zu sein bedeutet nicht nur, schwere Dinge zu tragen – sondern auch, anderen Mut zu machen.
Am Abend fuhr Benno langsam nach Hause. Sein Motor summte leise. Es war ein guter Tag gewesen.
Ende

4. Lotte, der kleine Liefer-LKW und das verlorene Paket
Lotte war ein kleiner blauer Liefer-LKW. Sie arbeitete in einer Stadt mit bunten Häusern, vielen Bäumen und freundlichen Menschen. Jeden Tag lieferte sie Pakete aus – große, kleine, schwere und leichte. Lotte mochte ihre Arbeit sehr, denn jedes Paket brachte jemandem Freude.
Eines Morgens bekam Lotte ein ganz besonderes Paket. Es war golden verpackt und mit einer roten Schleife geschmückt. „Bitte sehr vorsichtig“, stand auf dem Zettel. Lotte versprach sich selbst, gut aufzupassen.
Sie fuhr los, durch enge Straßen und über kleine Brücken. Die Stadt war heute besonders lebendig. Kinder lachten, Vögel sangen, und überall roch es nach frischem Brot.
Plötzlich rumpelte die Straße, und – plumps! – fiel das Paket aus Lottes Ladefläche. Lotte bemerkte es erst, als sie anhalten wollte. Ihr Herz klopfte schnell. „Oh nein!“, rief sie. „Das Paket ist weg!“
Lotte drehte sofort um und suchte. Sie fragte einen Müllwagen, einen Bus und sogar ein Fahrrad. Niemand hatte das Paket gesehen. Lotte wurde traurig, aber sie gab nicht auf.
Dann traf sie einen alten grünen Post-LKW. „Ich glaube, ich habe dein Paket gesehen“, sagte er freundlich. „Es liegt im Park, unter einem großen Baum.“
Lotte fuhr so schnell sie konnte in den Park. Und tatsächlich – dort lag das goldene Paket! Vorsichtig lud sie es wieder ein. Sie war so erleichtert, dass sie fast hupte vor Freude.
Als sie das Paket endlich ablieferte, öffnete ein kleines Mädchen die Tür. „Mein Geburtstagsgeschenk!“, rief sie glücklich. Lotte wusste: Alle Mühe hatte sich gelohnt.
Am Abend fuhr Lotte müde, aber stolz nach Hause. Sie hatte gelernt, dass man auch bei Fehlern ruhig bleiben und weitersuchen muss.
Ende
Unsere Kindermalbücher über Traktoren und Bagger

5. Max, der Feuerwehr-LKW, der keine Angst kannte
Max war ein roter Feuerwehr-LKW mit einer langen Leiter. Er lebte in einer Feuerwache zusammen mit anderen Einsatzfahrzeugen. Max war mutig, aber auch sehr freundlich. Er wusste: Mut heißt helfen.
Eines Nachts ertönte die Sirene. „Ein Kätzchen steckt auf einem Baum fest!“, rief der Feuerwehrmann. Max sprang sofort an. Sein Motor brummte, und seine Lichter leuchteten hell.
Am Park angekommen, sah Max das kleine Kätzchen. Es miaute leise und hatte Angst. Max stellte sich ganz ruhig unter den Baum. „Keine Sorge“, sagte er sanft. „Ich bin da.“
Langsam fuhr Max seine Leiter aus. Zentimeter für Zentimeter, ganz vorsichtig. Die Feuerwehrleute kletterten hinauf und holten das Kätzchen herunter. Alle klatschten vor Freude.
Doch der Einsatz war noch nicht vorbei. Ein kleiner Junge hatte sich verirrt. Max half mit seinen Lichtern, den Weg zu zeigen. Bald fand der Junge seine Eltern wieder.
Als alles vorbei war, war Max sehr müde. Aber er fühlte sich glücklich. Er hatte geholfen, und das war das Wichtigste.
Zurück in der Feuerwache schlief Max zufrieden ein.
Ende

6. Theo, der Müll-LKW, der die Stadt sauber hielt
Theo war ein grüner Müll-LKW. Jeden Morgen fuhr er durch die Stadt und sammelte Müll ein. Manche dachten, seine Arbeit sei nicht wichtig – aber Theo wusste es besser.
Er sorgte dafür, dass die Stadt sauber blieb. Ohne ihn gäbe es überall Abfall. Theo war stolz auf seine Aufgabe.
Eines Tages bemerkte Theo, dass ein Park voller Müll war. Tiere konnten dort nicht mehr spielen. Theo rief seine Freunde zusammen. Gemeinsam arbeiteten sie den ganzen Tag.
Am Abend war der Park sauber. Die Vögel kamen zurück, und Kinder spielten wieder. Theo fühlte sich großartig.
Ende

7. Leo, der LKW auf großer Reise
Leo war ein großer, orangefarbener Lastwagen mit einem freundlichen Gesicht und großen, neugierigen Augen. Er lebte in einem kleinen Depot am Rand der Stadt. Jeden Morgen schaute Leo auf die Landkarte an der Wand und träumte davon, neue Orte zu entdecken. Er liebte Straßen, die sich schlängelten, Berge, die in den Himmel ragten, und Dörfer, in denen Menschen freundlich winkten.
Eines Tages kam der Chef-LKW und sagte: „Leo, wir haben eine ganz besondere Aufgabe für dich. Du sollst Waren in ein weit entferntes Dorf bringen. Dort warten die Menschen schon lange darauf.“
Leo war aufgeregt. „Eine große Reise? Ganz allein?“ fragte er.
„Nicht ganz“, sagte der Chef-LKW lächelnd. „Unterwegs wirst du viele Freunde treffen.“
Früh am nächsten Morgen machte sich Leo auf den Weg. Die Sonne ging gerade auf, und der Himmel leuchtete rosa und orange. Schon bald traf Leo Mia, einen kleinen silbernen Tanklaster, der ihn ein Stück begleiten wollte. Mia war fröhlich und sang leise Motorlieder. Gemeinsam fuhren sie durch einen dichten Wald, in dem Vögel zwitscherten und Rehe neugierig zwischen den Bäumen hervorschauten.
Plötzlich hörten sie ein leises Hupen. Am Straßenrand stand Ben, ein alter brauner Abschleppwagen. Sein Motor hustete. „Ich komme den Hügel nicht mehr hoch“, sagte Ben traurig. Leo zögerte keine Sekunde. Er stellte sich vor Ben und half ihm, den Hügel hinaufzuziehen. Ben war sehr dankbar. „Du hast ein großes Herz, Leo“, sagte er.
Nach dem Wald kamen Leo und Mia an einen großen See. Dort trafen sie Lina, einen bunten Eiswagen. Lina verteilte Eis an Kinder, aber ihr war ein Rad locker geworden. Leo hielt an, und gemeinsam mit Mia sorgte er dafür, dass Lina sicher weiterfahren konnte. Zum Dank bekam Leo ein großes, gemaltes Eis auf seine Seite – nur als Bild, aber es machte ihn stolz.
Als es Abend wurde, verabschiedete sich Mia. Leo fuhr nun allein weiter, über hohe Berge. Der Weg war steil, und der Wind wehte stark. Leo fühlte sich kurz ein bisschen unsicher. Doch dann erinnerte er sich an all die Freunde, denen er geholfen hatte. Das gab ihm Mut.
Am nächsten Morgen erreichte Leo endlich das kleine Dorf. Die Häuser waren klein, die Straßen schmal, und überall standen Menschen und Kinder. Als sie Leo sahen, klatschten sie vor Freude. „Er ist da!“, riefen sie.
Leo lieferte Lebensmittel, Spielsachen und Bücher ab. Ein kleines Mädchen streichelte seine Stoßstange und sagte: „Danke, Leo.“ Das machte Leo wärmer als jede Sonne.
Auf dem Rückweg war Leo müde, aber glücklich. Er wusste jetzt: Eine Reise ist nicht nur dazu da, um irgendwo anzukommen. Sie ist dazu da, Freunde zu finden, zu helfen und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.
Als Leo abends wieder im Depot ankam, schaute er erneut auf die Landkarte. Doch diesmal träumte er nicht nur – er wusste, dass draußen viele neue Abenteuer auf ihn warteten.
Ende

8. Timo der Traktor und der goldene Sonnenaufgang
Timo war ein kleiner roter Traktor, der auf einem Bauernhof am Rande eines großen Feldes lebte. Jeden Morgen wachte er früh auf, noch bevor die Sonne den Himmel berührte. Er liebte diesen Moment, wenn die Welt still war und nur das leise Rascheln des Windes durch das Getreide zu hören war. Timo wusste: Heute würde ein guter Tag werden.
An diesem Morgen sollte Timo Bauer Paul helfen, das Feld für die neue Saat vorzubereiten. Doch Timo war ein wenig nervös. Es war das erste Mal, dass er ganz allein ein großes Feld pflügen durfte. „Du schaffst das schon“, hatte Bauer Paul ihm am Abend zuvor gesagt. Trotzdem rumpelte Timos Motor ein bisschen aufgeregt.
Als die Sonne langsam aufging, färbte sie den Himmel goldorange. Timo fuhr los und zog den Pflug gleichmäßig durch die Erde. Die Erde roch frisch und fühlte sich weich an. Schritt für Schritt wurde Timo sicherer. Er merkte, wie wichtig seine Arbeit war, denn ohne ihn gäbe es kein neues Getreide.
Plötzlich blieb Timo stehen. Ein kleiner Hase war vor ihm über das Feld gehoppelt und hatte sich im Pflug verfangen. Vorsichtig stoppte Timo seinen Motor. „Keine Angst“, brummte er leise. Mit viel Geduld wartete er, bis der Hase sich befreien konnte und davonhoppelte. Timo war stolz, dass er aufgepasst hatte.
Am Ende des Morgens war das ganze Feld fertig. Bauer Paul klopfte liebevoll auf Timos Reifen. „Gut gemacht“, sagte er. Timo fühlte sich größer als je zuvor. Als er am Abend in der Scheune stand, dachte er an den goldenen Sonnenaufgang und wusste: Mut und Geduld machen einen guten Traktor aus. Mit diesem Gedanken schlief er zufrieden ein.
Unsere Kindermalbücher über Traktoren und Bagger

9. Traktor Leni und die verschwundene Karotte
Leni war ein kleiner grüner Traktor mit einem fröhlichen Hupen. Sie liebte es, über den Hof zu fahren und überall zu helfen. Eines Tages herrschte große Aufregung auf dem Bauernhof. Die größte Karotte des Gartens war verschwunden!
„Oh nein“, rief die Bäuerin, „die wollte ich heute für das Abendessen ernten.“ Leni beschloss sofort, bei der Suche zu helfen. Sie rollte langsam am Gemüsegarten entlang und betrachtete jede Spur im Boden.
Zuerst fuhr sie zum Hühnerstall. Die Hühner gackerten laut, doch sie hatten nichts gesehen. Danach schaute Leni beim Teich vorbei, wo die Enten planschten. Auch sie wussten nichts. Leni gab nicht auf. Ein Detektiv-Traktor musste genau hinschauen.
Am Rand des Feldes entdeckte sie kleine Pfotenabdrücke. Sie folgte ihnen bis zu einem Busch. Dort raschelte es. Vorsichtig hupte Leni. Heraus kam ein kleiner Igel mit einer riesigen Karotte auf dem Rücken. Er schaute erschrocken.
„Ich hatte so Hunger“, piepste der Igel. Leni lächelte. Gemeinsam brachten sie die Karotte zurück. Die Bäuerin teilte sie gerecht auf, sodass alle etwas davon hatten. Leni war glücklich. Am Abend rollte sie müde, aber stolz in die Scheune und schlief mit einem Lächeln ein.
10. Max der Traktor lernt Geduld
Max war ein starker blauer Traktor, aber er hatte eine Schwäche: Er wollte immer der Schnellste sein. Wenn es regnete, fuhr er zu hastig. Wenn es sonnig war, arbeitete er ohne Pause. Eines Tages sollte Max Heuballen transportieren.
Die Aufgabe war wichtig, denn das Heu musste trocken in die Scheune gebracht werden. Doch Max fuhr zu schnell. Ein Heuballen rutschte herunter und rollte davon. Max erschrak. Zum Glück wurde niemand verletzt.
Der alte Traktor Otto kam langsam heran. „Manchmal ist langsam besser“, sagte er ruhig. Max schämte sich, aber er hörte zu. Er versuchte es erneut, diesmal vorsichtig. Schritt für Schritt brachte er die Heuballen sicher ans Ziel.
Am Ende des Tages war alles geschafft. Max hatte gelernt, dass Geduld Kraft bedeutet. Müde parkte er neben Otto. Als die Sterne am Himmel funkelten, schlief Max tief und fest ein und träumte von ruhigen Fahrten.

11. Der kleine Traktor und der große Regen
Der kleine gelbe Traktor Emil lebte auf einem gemütlichen Bauernhof am Rande eines weiten Tales. Er war nicht besonders groß und auch nicht besonders stark, aber Emil hatte ein gutes Herz und erledigte seine Aufgaben immer gewissenhaft. Trotzdem hatte Emil eine große Angst: den Regen. Schon wenn sich der Himmel leicht verdunkelte und der Wind stärker wurde, begann sein Motor leise zu zittern. Regen bedeutete für ihn rutschige Wege, laute Geräusche und das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.
An einem warmen Sommertag arbeitete Emil wie gewohnt auf dem Hof. Er half dabei, Heu zu transportieren, brachte frisches Wasser zu den Tieren und fuhr kleine Werkzeuge von einem Ort zum anderen. Die Sonne schien hell, und Emil fühlte sich sicher. Doch am Horizont zogen langsam dunkle Wolken auf. Der Wind wurde kühler, und die Vögel flogen tiefer.
„Oh nein“, murmelte Emil, „es wird doch nicht regnen?“ Er wollte gerade zurück zur Scheune fahren, als Bauer Martin hektisch aus dem Haus kam. „Wir müssen uns beeilen“, rief er. „Die Schafe sind noch auf der Weide, und ein starkes Unwetter ist angekündigt.“ Emil schluckte. Die Weide lag weit draußen, und der Weg dorthin führte über einen offenen Feldweg.
Emil wusste, dass er Angst hatte. Aber er wusste auch, dass die Schafe Hilfe brauchten. Also atmete er tief durch, startete seinen Motor und fuhr los. Schon nach kurzer Zeit begann es zu tröpfeln. Der Regen wurde stärker, und dicke Tropfen prasselten auf Emils Dach. Der Boden wurde matschig, und die Räder rutschten leicht. Emil konzentrierte sich und fuhr langsam, so wie es ihm der alte Traktor Otto einmal beigebracht hatte.
Auf der Weide angekommen, standen die Schafe dicht beieinander. Sie blökten nervös, denn der Donner grollte bereits in der Ferne. Emil stellte sich ruhig neben sie und ließ den Anhänger herunter. Eines nach dem anderen stiegen die Schafe auf. Emil sprach ihnen Mut zu, auch wenn sie seine Stimme nur als leises Brummen hörten.
Der Rückweg war noch schwieriger. Der Regen wurde stärker, Blitze zuckten über den Himmel, und der Wind drückte gegen Emil. Mehrmals wollte er anhalten und aufgeben. Doch dann dachte er daran, wie abhängig die Tiere von ihm waren. Schritt für Schritt kämpfte er sich vorwärts.
Als sie endlich die Scheune erreichten, hörte der Regen langsam auf. Die Schafe waren in Sicherheit. Bauer Martin klopfte Emil dankbar auf die Seite. „Du warst unglaublich mutig“, sagte er. Emil fühlte sich warm und stolz. Zum ersten Mal hatte er gelernt, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst das Richtige zu tun.
In dieser Nacht schlief Emil tief und fest. Der Regen trommelte leise auf das Scheunendach, aber Emil hatte keine Angst mehr. Er wusste nun, dass er stärker war, als er je gedacht hatte.

12. Traktor Paula und der Sternenhimmel
Traktor Paula war etwas ganz Besonderes. Sie war violett, was auf dem Bauernhof eher ungewöhnlich war, und sie liebte die Nacht. Während andere Traktoren nach getaner Arbeit müde in der Scheune standen, schaute Paula gern noch eine Weile in den Himmel. Sie liebte den Moment, wenn die Sonne unterging und die ersten Sterne erschienen.
Paula arbeitete tagsüber fleißig wie alle anderen. Sie half beim Pflügen, transportierte Futter und brachte Werkzeuge zu den Feldern. Doch schon am Nachmittag begann sie sich auf den Abend zu freuen. Dann wurde der Hof ruhig, und die Welt schien langsamer zu werden.
Eines Abends bemerkte Paula, dass im Stall ein kleines Kalb unruhig hin und her lief. Es konnte nicht einschlafen. Paula rollte leise näher heran. „Warum bist du noch wach?“, fragte sie sanft. Das Kalb erzählte, dass es Angst vor der Dunkelheit hatte und die Schatten an den Wänden es erschreckten.
Paula lächelte und schlug vor, gemeinsam nach draußen zu schauen. Vorsichtig fuhren sie vor die Scheune. Der Himmel war klar, und unzählige Sterne funkelten. Paula begann zu erzählen. Sie zeigte dem Kalb den Großen Wagen, erklärte, dass die Sterne wie Freunde seien, die nachts aufpassten, und erzählte Geschichten von Sternschnuppen, die Wünsche erfüllten.
Das Kalb hörte aufmerksam zu. Seine Augen wurden schwer, und die Angst verschwand langsam. Paula summte leise, ein beruhigendes Brummen, das wie ein Schlaflied klang. Bald schlief das Kalb friedlich ein.
Doch Paula blieb noch wach. Sie dachte über den Tag nach und darüber, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Sie hatte gelernt, dass ihre Aufgabe nicht nur harte Arbeit war, sondern auch Trost und Ruhe zu schenken.
Als der Mond hoch am Himmel stand, fuhr Paula zurück in die Scheune. Sie stellte sich neben die anderen Traktoren, die bereits schliefen. Mit dem Bild des funkelnden Sternenhimmels vor Augen schloss Paula ihre Lichter. Sie fühlte sich zufrieden, ruhig und glücklich.
In dieser Nacht träumte Paula von Sternen, die wie kleine Lichter den Weg wiesen, und sie wusste, dass sie am nächsten Abend wieder da sein würden. Mit diesem sanften Gedanken schlief sie tief und fest ein.







