Ich habe viel über Wikinger gehört, aber ich habe eine Frage. Was aßen die Wikinger? Dies ist eine Frage, die jedes neugierige Kind stellen wird. Hier werden wir auf diese Frage antworten.
was aßen die wikinger?
Wikinger liebten es zu essen! Ihre Nahrung stammte von ihren Höfen, Tieren oder aus dem Meer. Sie aßen:
- Brot aus Gerste oder Roggen
- Haferbrei aus Hafer und Milch
- Fleisch von Kühen, Schweinen und Hühnern
- Fisch wie Lachs und Hering
- Gemüse wie Kohl und Karotten
- Obst wie Äpfel und Beeren
Sie tranken Milch, Wasser und manchmal ein spezielles süßes Getränk namens Met, das aus Honig hergestellt wurde.

Wie unterschied sich Wikingeressen von unserem Essen heute?
Das Essen der Wikinger war in vielen Dingen ganz anders als das, was wir heute essen. Wenn ein Wikinger aus der Vergangenheit plötzlich unsere Küche sehen könnte, wäre er wahrscheinlich sehr überrascht! Viele Lebensmittel, die wir heute ganz normal finden, kannten die Wikinger nämlich überhaupt nicht.
Ein großer Unterschied war, woher das Essen kam. Die meisten Wikinger lebten auf Bauernhöfen. Das bedeutete, dass sie einen großen Teil ihrer Lebensmittel selbst herstellen mussten. Sie bauten Getreide, Gemüse und Kräuter an und hielten Tiere wie Kühe, Schafe, Ziegen und Schweine. Wenn sie Fleisch essen wollten, mussten sie ein Tier schlachten oder auf die Jagd gehen. Heute kaufen viele Menschen ihr Essen einfach im Supermarkt. Dort gibt es Lebensmittel aus der ganzen Welt – etwas, das sich Wikinger kaum hätten vorstellen können.
Auch die Auswahl an Lebensmitteln war viel kleiner. Die Wikinger kannten zum Beispiel keine Kartoffeln, keine Tomaten, keinen Reis und keine Bananen. Diese Lebensmittel kamen erst viele Jahrhunderte später nach Europa. Auch Schokolade, Zucker und viele Süßigkeiten gab es nicht. Wenn Wikinger etwas Süßes wollten, benutzten sie meistens Honig. Deshalb schmeckten ihre Speisen oft weniger süß als unsere heutigen Desserts.
Ein weiterer Unterschied war die Art, wie das Essen zubereitet wurde. Wikinger hatten keine Elektroherde, keine Mikrowellen und keine Kühlschränke. Sie kochten über einem offenen Feuer im Haus. Oft benutzten sie große Töpfe aus Metall oder Keramik. Darin kochten sie Suppen, Eintöpfe oder Brei. Brot wurde häufig als flaches Fladenbrot direkt über dem Feuer gebacken.
Ohne Kühlschrank war es außerdem schwierig, Lebensmittel lange frisch zu halten. Deshalb mussten die Wikinger viele Tricks benutzen, damit ihr Essen nicht schlecht wurde. Fleisch und Fisch wurden oft getrocknet, geräuchert oder gesalzen. Auf diese Weise konnten sie die Lebensmittel viele Wochen oder sogar Monate aufbewahren. Besonders auf langen Seereisen war das sehr wichtig.
Auch Fisch spielte eine viel größere Rolle als heute bei vielen Menschen. Da viele Wikinger in der Nähe von Meer, Flüssen oder Seen lebten, war Fisch eine wichtige Nahrungsquelle. Hering, Kabeljau oder Lachs wurden oft gegessen, manchmal frisch, manchmal getrocknet.
Außerdem war das Essen oft einfacher und natürlicher als heute. Viele Lebensmittel waren nicht stark verarbeitet. Es gab keine Fertiggerichte, keine bunten Verpackungen und keine künstlichen Zusatzstoffe. Die meisten Zutaten kamen direkt aus der Natur oder vom eigenen Bauernhof.
Trotz all dieser Unterschiede gibt es auch Ähnlichkeiten. Die Wikinger aßen zum Beispiel Brot, Fleisch, Fisch, Gemüse und Milchprodukte – viele Dinge also, die wir heute auch noch essen. Doch insgesamt war ihre Küche viel einfacher, und das Essen hing stark davon ab, was gerade verfügbar war und welche Jahreszeit es war.
Landwirtschaft in der Wikingerzeit
Die meisten Wikinger waren keine Krieger oder Seefahrer, sondern Bauern. Ihr Alltag drehte sich vor allem um die Landwirtschaft. Ohne Bauernhöfe hätten die Wikinger nicht genug Nahrung gehabt, um zu überleben. Deshalb war die Arbeit auf dem Feld und mit den Tieren sehr wichtig. Die Menschen arbeiteten hart, damit ihre Familien genug zu essen hatten – besonders in den langen und kalten Wintern im Norden Europas.
Die Landwirtschaft in der Wikingerzeit war jedoch viel schwieriger als heute. Es gab keine Traktoren, keine modernen Maschinen und keine großen Fabriken für Lebensmittel. Alles musste mit der Hand oder mit einfachen Werkzeugen erledigt werden. Trotzdem gelang es den Wikingern, genug Nahrung für ihre Familien zu produzieren.
🧺 Anbau und Ernte von Lebensmitteln | was aßen die wikinger?
Die meisten Wikingerfamilien lebten auf Bauernhöfen. Diese Höfe waren nicht riesig, aber es herrschte reges Treiben! Wikinger-Männer, -Frauen und -Kinder halfen alle beim Anbau und bei der Ernte von Lebensmitteln.
Sie bauten Getreide an wie:
- Gerste
- Roggen
- Hafer
Dieses Getreide war sehr wichtig. Es wurde zur Herstellung von Brot, Brei und sogar einer Art Getränk namens Ale verwendet.
Die Wikinger bauten auch Gemüse an, darunter:
- Kohl
- Zwiebeln
- Bohnen
- Lauch
- Rüben
Im Sommer sammelten sie Beeren, Äpfel, Nüsse und Wildkräuter im Wald. Die Kräuter wurden nicht nur zum Würzen verwendet, sondern auch als Medizin!
Wie sah ein Wikingerhof aus?
Ein Wikingerhof war meist ein kleiner Bauernhof mit mehreren Gebäuden und Feldern. Der wichtigste Teil des Hofes war das Langhaus. In diesem großen Haus lebte die Familie zusammen mit einigen Tieren. Das Langhaus war lang und schmal und hatte ein Dach aus Holz, Stroh oder Gras.
Im Inneren brannte oft ein Feuer in der Mitte des Hauses. Dort wurde gekocht, und das Feuer sorgte auch für Wärme. Rauch zog durch Öffnungen im Dach nach draußen.
Rund um das Langhaus lagen verschiedene Bereiche des Hofes:
Die Felder:
Hier bauten die Bauern ihr Getreide und Gemüse an. Die Felder wurden mit einfachen Werkzeugen bearbeitet, zum Beispiel mit Holzpflügen oder Hacken. Oft halfen Tiere wie Ochsen beim Pflügen.
Die Weiden:
Auf Wiesen rund um den Hof grasten Tiere wie Kühe, Schafe und Ziegen. Diese Tiere lieferten Milch, Fleisch, Wolle und Leder.
Scheunen und Vorratsgebäude:
Nach der Ernte mussten Getreide und andere Lebensmittel sicher gelagert werden. Dafür gab es Scheunen oder kleine Vorratshäuser. Dort wurden Säcke mit Getreide, getrockneter Fisch oder geräuchertes Fleisch aufbewahrt.
Werkstätten:
Auf vielen Höfen gab es auch kleine Werkstätten. Dort reparierten die Menschen Werkzeuge, stellten Kleidung her oder verarbeiteten Holz.
Ein Wikingerhof war also nicht nur ein Ort zum Wohnen, sondern auch ein Arbeitsplatz für die ganze Familie. Männer, Frauen und Kinder halfen bei der Arbeit. Kinder mussten zum Beispiel Tiere füttern, Wasser holen oder beim Sammeln von Beeren helfen.
Das Leben auf einem Wikingerhof war oft hart, aber die Menschen arbeiteten zusammen und unterstützten sich gegenseitig. Wenn die Ernte gut war, hatten sie genug Essen für den Winter. Wenn sie schlecht ausfiel, konnte es jedoch schwierig werden. Deshalb war Landwirtschaft für die Wikinger eine der wichtigsten Grundlagen ihres Lebens.
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🐄 Tiere für die Lebensmittelproduktion züchten
Die Wikinger ernährten sich nicht nur von Pflanzen. Sie züchteten auch Tiere auf ihren Höfen.
Die häufigsten Tiere waren:
- Kühe – für Milch, Butter und Käse
- Ziegen – für Milch und Fleisch
- Schafe – für Wolle und Fleisch
- Schweine – für Schweinefleisch
- Hühner – für Eier und Fleisch
Diese Tiere versorgten die Wikingerfamilien mit vielen verschiedenen Nahrungsmitteln. Sie tranken Milch, stellten Butter und Käse her und aßen Fleisch, wann immer sie konnten. Fleisch wurde oft für besondere Anlässe wie Feste oder Feiertage aufbewahrt.

🎣 Angeln und Jagen | was aßen die wikinger?
Die Wikinger waren großartige Fischer. Sie lebten in der Nähe des Meeres, von Flüssen und Seen, daher war Fisch ein wichtiger Bestandteil ihrer Ernährung.
Sie fingen:
- Lachs
- Kabeljau
- Hering
- Aal
Außerdem sammelten sie Muscheln und Austern.
Manchmal gingen die Wikinger auch auf die Jagd. Sie jagten Wildtiere wie Hirsche, Wildschweine und Hasen. In kalten Gegenden jagten sie sogar Robben und Wale.

🍞 Brot und Brei backen | was aßen die wikinger?
Brot war ein sehr wichtiger Bestandteil der Ernährung der Wikinger. Allerdings hatten sie kein weiches Weißbrot, wie wir es heute kennen.
Das Brot der Wikinger wurde aus Gerste oder Roggen hergestellt. Es war flach, hart und rund. Es ging nicht auf wie modernes Brot, da sie keine Hefe hatten. Das Brot wurde auf heißen Steinen oder über offenem Feuer gebacken.
Manchmal enthielt das Brot Körner oder Sand aus der Steinmühle. Das führte dazu, dass die Zähne der Wikinger mit der Zeit abgenutzt wurden!
Ein weiteres gängiges Nahrungsmittel war Brei. Die Wikinger kochten Getreide wie Hafer oder Gerste in Wasser oder Milch, um Brei herzustellen. Manchmal fügten sie Beeren, Honig oder getrocknete Früchte hinzu, um ihm einen süßen Geschmack zu verleihen.

Brei – Das Frühstück der Wikinger
Für viele Wikinger begann der Tag mit einer einfachen, aber sättigenden Mahlzeit: Getreidebrei. Dieser Brei war eines der wichtigsten Lebensmittel in der Wikingerzeit. Er war leicht zuzubereiten, machte lange satt und konnte aus Zutaten hergestellt werden, die fast jeder Bauernhof hatte. Deshalb war Brei besonders am Morgen ein typisches Frühstück für Kinder und Erwachsene.
Die Wikinger standen oft früh auf, weil sie viel Arbeit vor sich hatten. Bauern mussten sich um Tiere kümmern, Felder bestellen oder Dinge reparieren. Ein warmes Frühstück gab ihnen Energie für den ganzen Vormittag. Brei war dafür perfekt geeignet.
Was ist Getreidebrei?
Getreidebrei ist eine warme Speise, die aus Getreide und Flüssigkeit gekocht wird. Die Wikinger nutzten dafür meist Getreide wie Hafer, Gerste oder manchmal Roggen. Das Getreide wurde zuerst gemahlen oder grob zerstoßen. Danach wurde es in einem Topf mit Wasser oder Milch gekocht.
Beim Kochen wurde das Getreide weich und dickte zu einem Brei ein. Die Wikinger rührten den Brei über dem Feuer, damit er nicht anbrennt. Nach einiger Zeit entstand eine warme, dicke Mahlzeit, die leicht zu essen war.
Manchmal wurde der Brei nur mit Wasser gekocht, besonders wenn Milch knapp war. Wenn die Familie Kühe oder Ziegen hatte, konnte auch Milch verwendet werden. Das machte den Brei cremiger und nahrhafter.
Der Brei wurde oft in großen Töpfen zubereitet, sodass mehrere Menschen davon essen konnten. In vielen Familien saßen alle zusammen am Tisch oder um das Feuer und aßen aus Holzschalen.
Getreidebrei war sehr praktisch, weil die Zutaten lange haltbar waren. Getreide konnte in Vorratshäusern über viele Monate gelagert werden. Das war besonders wichtig für den Winter, wenn frische Lebensmittel schwer zu bekommen waren.
Wie schmeckte Wikingerbrei?
Der Geschmack von Wikingerbrei war wahrscheinlich einfacher als der Brei, den viele Kinder heute kennen. Die Wikinger hatten keinen Zucker, keine Schokolade und keine süßen Frühstücksflocken. Deshalb schmeckte ihr Brei meist eher mild oder leicht nussig, je nachdem welches Getreide verwendet wurde.
Trotzdem gab es Möglichkeiten, den Brei etwas spannender zu machen. Wenn die Familie Honig hatte, konnten sie ein wenig davon in den Brei rühren. Honig war das wichtigste Süßungsmittel der Wikinger und machte den Brei süßer.
Auch Beeren konnten den Geschmack verbessern. In den Wäldern rund um die Dörfer sammelten die Menschen im Sommer Heidelbeeren, Himbeeren oder Preiselbeeren. Manche dieser Beeren wurden getrocknet oder eingekocht, sodass sie später im Jahr zum Essen hinzugefügt werden konnten.
Manchmal wurde auch Milch oder Butter in den Brei gegeben. Das machte ihn reichhaltiger und etwas cremiger. In einigen Fällen konnten sogar kleine Stücke von Nüssen oder Früchten hinzugefügt werden, wenn diese verfügbar waren.
Für viele Wikinger war der Brei nicht nur Frühstück, sondern auch eine Mahlzeit, die man zu verschiedenen Tageszeiten essen konnte. Besonders an kalten Tagen war ein warmer Brei sehr angenehm.
Auch Kinder aßen oft Brei, weil er weich und leicht zu essen war. Für ältere Menschen war er ebenfalls gut geeignet. Deshalb war Getreidebrei ein Essen für fast alle Menschen im Dorf.
Heute essen viele Menschen noch immer ähnliche Gerichte. Haferbrei oder Porridge ist in vielen Ländern ein beliebtes Frühstück. Das zeigt, dass diese einfache Wikingermahlzeit auch nach über tausend Jahren noch geschätzt wird.
🥘 Wikinger-Gerichte kochen
Die Wikinger hatten keine Küchen oder Herde. Sie kochten ihr Essen über einem Feuer in der Mitte des Langhauses.
Sie benutzten Eisentöpfe, Tonschüsseln und Holzlöffel. Die meisten Mahlzeiten wurden in einem großen Topf gekocht. Diese Art von Mahlzeit wurde Eintopf genannt.
Ein Wikinger-Eintopf konnte enthalten:
- Fleisch oder Fisch
- Zwiebeln oder Lauch
- Kohl oder Bohnen
- Kräuter zum Würzen
Alles wurde miteinander vermischt und langsam über dem Feuer gekocht. Es war heiß, sättigend und leicht zu teilen.

🍗 Schlemmen wie ein Wikinger
Die Wikinger arbeiteten hart, aber sie liebten es auch zu feiern! Bei Festessen aßen sie viel mehr als sonst. Diese üppigen Mahlzeiten fanden bei Hochzeiten, zur Erntezeit oder bei Festen wie Yule (einem Winterfest) statt.
Bei Wikingerfesten gab es:
- Gebratenes Fleisch wie Schwein, Lamm oder sogar Pferd (ja, wirklich!)
- Fischplatten
- Große Brote
- Käseräder
- Ale oder Met (ein süßes Honiggetränk für Erwachsene)
- Früchte und Nüsse
Die Menschen saßen um das Feuer herum, erzählten Geschichten, sangen Lieder und aßen, bis sie satt waren.
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